Ralf Berhorst Bestattungen
Unsere Schaufenster

Das Unternehmen

Mit der Gestaltung unserer Schaufenster möchten wir informieren, aufklären und auch unterhalten. Unsere Schaufensterausstellungen wechseln regelmäßig. Hier finden Sie Sehens- und Wissenswertes zu aktuellen Themen (z.B. Bestattungsarten, Bestattungsvorsorge) oder auch Ausstellungen zu zeitgenössischen und historischen Bestattungskulturen sowie die Darstellung von Leben, Werk, Tod und Bestattung berühmter Persönlichkeiten.

Die entsprechenden Texte halten wir für Sie gerne kostenlos zur Mitnahme bereit. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Aktuelles Thema:

Glocken

Glocken – Kirchenglocken – Kuhglocken – Türglocken – Friedensglocken – Totenglocken – Weihnachtsglöckchen – Glockenspiel – Schillers „Lied von der Glocke“ – Alarmglocken – Rezeptionsglocken – Schiffsglocken - Tischglocken - Bim-Bam-Bim-Bam-Bim-Bam ...

Glocken sind Schallgeräte, die durch das Anschlagen mit einem Klöppel zum Tönen gebracht werden. Glocken werden aus Gussbronze oder Stahlguss mit sehr großem Materialaufwand hergestellt.

Glocken werden von hochqualifizierten Fachleuten in enorm aufwendigen Verfahrensschritten in Spezialbetrieben, so genannten Glockengießereien angefertigt.

Friedrich Schiller beschreibt den Glockenguss in seiner berühmten vielstrophigen Ballade „Das Lied von der Glocke“, in dem er nicht nur die erforderliche Meisterschaft, die Komplexität und die Gefahren dieses Handwerks ehrend hervor hebt, sondern ganz klar formuliert, wem und welchem Zweck Glocken in erster Linie dienen: der höheren Ehre Gottes.

„Von der Stirne heiß
rinnen muss der Schweiß
soll das Werk den Meister loben.
Doch der Segen kommt von oben.“

Fast alle Kirchen haben Glockentürme, in denen mehrere zu einander gestimmte Glocken (das Geläute) hoch oben aufgehängt sind und zu festgelegten Stunden in Betrieb gesetzt werden – heute mittels elektronischer Steuerung, früher über Seile durch den so genannten Glöckner („Der Glöckner von Notre Dame“ Paris), um zum Gottesdienst zu rufen oder an bestimmte, um die jeweilige Tageszeit zu verrichtende Gebete zu erinnern (z.B. das Angelus-Läuten – morgens, mittags und abends).

In früheren Zeiten, als noch nicht jeder Mensch eine Uhr bei sich trug, hatten die Glockensignale die wichtige Funktion der täglichen Zeiteinteilung: Arbeit, Pausen, Gebete, Kirchgang; aber sie meldeten mit ihrem weit über das Land schwebenden Klang auch besondere Ereignisse: Tod und Beisetzung eines Menschen, Ausbruch eines Feuers, Schiffbruch, Hochwassergefahr, heran nahende feindliche Truppen usw.

Besonders in Italien bewundern wir die Architektur der frei neben den eigentlichen Kirchenbauten stehenden Glockentürme aus der romanischen Epoche.

Ein solcher Glockenturm heißt im Italienischen Campanile (von la campana = die Glocke). Der wohl bekannteste Campanile der Welt ist der Schiefe Turm von Pisa (la torre pendente) auf dem dortigen Campo Santo-Gelände.

Die Große Glocke auf dem Turm des Stephansdoms in Wien wiegt 19,8 Tonnen, die Hauptglocke der Peterskirche in Rom ist 15,7 Tonnen schwer, und die größte deutsche Glocke, die des Kölner Doms wiegt rund 25 Tonnen.

Als Glockenspiel bezeichnet man die Zusammenstellung aufeinander abgestimmter Glocken, die sich ebenfalls oft auf Kirchtürmen finden; in ihrer reizvollsten Form – nämlich mit einem Reigen künstlerisch gestalteter, oft symbolträchtiger Figuren, die sich während der Dauer des Läutens durch eine Mechanik vom Inneren des Turms nach außen bewegen – kann man Glockenspiele auch auf profanen Bauten, auf Rathaustürmen und mittelalterlichen Stadt- und Markttürmen beobachten.

Wenn die Kühe der Alpenregionen für die Sommerzeit auf die Almen gebracht werden, bekommen sie große, wohltönende Glocken an prächtig verzierten Lederbändern um den Hals gehängt, wodurch sie zum einen ihrem Besitzer zugeordnet werden können und zweitens, falls sie sich im Gebirge verirren sollten, leichter wieder aufzuspüren sind.

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